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Traktor- & Landtechniköl kaufen
In der Landtechnik teilen sich Getriebe, Hydraulik und Nassbremsen häufig einen Ölhaushalt. Deshalb gibt es hier Ölarten, die es im Pkw-Bereich nicht gibt: STOU für alles, UTTO für alles außer dem Motor.
- **STOU** (Super Tractor Oil Universal) - Motor, Getriebe, Hydraulik und Nassbremsen aus einem Gebinde
- **UTTO** (Universal Tractor Transmission Oil) - Getriebe, Hydraulik, Nassbremsen; der Motor bekommt eigenes Öl
- Freigaben von Allison, Caterpillar, ZF TE-ML sowie den Landmaschinenherstellern
- Reines Hydrauliköl und Motoröl für getrennte Systeme
STOU, UTTO und wann welches
Die Wahl hängt daran, wie viele getrennte Ölhaushalte Ihre Maschine hat.
**STOU** ist ein echtes Mehrbereichsöl: derselbe Schmierstoff läuft im Motor, im Getriebe, in der Hydraulik und an den Nassbremsen. Das vereinfacht die Lagerhaltung auf einem Hof erheblich und ist bei älteren Traktoren und kleineren Flotten die übliche Lösung. Der Kompromiss liegt in der Natur der Sache: ein Öl, das alles kann, ist in keiner Einzeldisziplin so gut wie ein Spezialöl, und die Wechselintervalle richten sich nach dem Motor.
**UTTO** lässt den Motor aus und bedient Getriebe, Hydraulik und Bremsen. Weil die Anforderung des Motors entfällt, lässt sich das Additivpaket genauer auf Nassbremsen und Hydraulik abstimmen. Moderne Maschinen mit vorgeschriebenem Motorenöl fahren praktisch immer diese Aufteilung.
Nassbremsen: das Geräusch, das die Freigabe erklärt
Traktoren haben in der Regel ölgekühlte Lamellenbremsen, die im selben Öl laufen wie Getriebe und Hydraulik. Passt das Reibverhalten des Öls nicht, rubbeln oder quietschen die Bremsen beim Anhalten - das bekannte Rattern beim Rangieren im Hof.
Genau dafür stehen die Freigaben der Maschinenhersteller, etwa John Deere JDM J20C, Massey Ferguson M1135 und M1143 oder New Holland FNHA-2-C-201. Sie prüfen das Reibverhalten an der konkreten Bremse. Ein Öl ohne die verlangte Nummer kann alle anderen Eigenschaften erfüllen und trotzdem die Bremse zum Rattern bringen.
Allison, Caterpillar und ZF
Bei Baumaschinen, Radladern und schweren Nutzfahrzeugen kommen die Freigaben der Antriebshersteller hinzu:
- **Allison C4** für Wandlergetriebe in Bau- und Landmaschinen
- **Caterpillar TO-4** für Getriebe, Wandler und Nassbremsen von Cat-Maschinen, in getrennten Viskositätsklassen
- **ZF TE-ML 06 und 07** für ZF-Getriebe und Achsen in Landtechnik und Baumaschinen
Diese Nummern beschreiben den Einbauort, nicht eine Güteklasse: TO-4 in der falschen Viskositätsklasse ist ebenso wenig freigegeben wie ein Öl ohne die Nummer.
Gebinde und Bestellung
Landtechnik wird nicht in Literflaschen gefahren. Wir liefern die üblichen Gebinde bis 20 und 60 Liter und Fässer bis 208 Liter; Großmengen, Paletten und wiederkehrende Lieferungen für Lohnunternehmen und Betriebe kalkulieren wir auf Anfrage.
Das Altöl nehmen wir in der gekauften Menge zurück (Altölentsorgung) - für landwirtschaftliche Betriebe die einfachste Form der Entsorgungspflicht.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen STOU und UTTO?
STOU deckt zusätzlich den Motor ab, UTTO nicht. Hat Ihre Maschine einen eigenen Motorölhaushalt, ist UTTO die passendere Wahl, weil sich das Additivpaket dann auf Getriebe, Hydraulik und Nassbremsen konzentriert. STOU vereinfacht die Lagerhaltung, ist aber in jeder Einzeldisziplin ein Kompromiss.
Meine Nassbremsen rattern, liegt das am Öl?
Sehr häufig ja. Ölgekühlte Lamellenbremsen verlangen ein definiertes Reibverhalten, und genau dafür stehen Freigaben wie John Deere JDM J20C oder Massey Ferguson M1143. Ein Öl ohne die vom Hersteller verlangte Nummer kann technisch sonst einwandfrei sein und trotzdem rubbeln.
Kann ich normales Hydrauliköl im Traktor verwenden?
Nur wenn die Hydraulik einen eigenen, getrennten Kreislauf ohne Nassbremsen hat. Teilen sich Getriebe, Hydraulik und Bremsen ein Öl, brauchen Sie UTTO oder STOU - reines Hydrauliköl hat für Bremsen und Zahnräder das falsche Additivpaket.
Wie oft wird das Öl im Traktor gewechselt?
Nach Betriebsstunden, nicht nach Kilometern, und nach der Vorgabe des Herstellers - bei STOU richtet sich das Intervall nach dem Motor, also üblicherweise deutlich kürzer als bei getrennten Haushalten. Saisonbetrieb mit langen Standzeiten spricht zusätzlich für einen jährlichen Wechsel.











