Öle & Chemie

Das richtige Motoröl für Fahrzeug und Maschine

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Motoröl: was Sie vor dem Kauf wissen sollten

Bei KASOIL kaufen Sie Öl online - Motoröl, Getriebeöl und Autochemie von über 50 Markenherstellern, darunter Castrol, Shell, Total, Wolf und Liqui Moly. Ob vollsynthetisches Leichtlauföl in 5W-30 oder 0W-20, klassisches 10W-40 oder Spezialöl für Automatikgetriebe: entscheidend ist nicht die Marke, sondern die Freigabe Ihres Herstellers - zum Beispiel VW 507 00, BMW Longlife-04 oder MB 229.52.

Wozu braucht ein Motor Öl?

Motoröl schmiert nicht nur. Es übernimmt vier Aufgaben gleichzeitig: es trennt Metallflächen, die sich mit hunderten Umdrehungen pro Sekunde gegeneinander bewegen; es führt Wärme aus Bereichen ab, an die kein Kühlmittel kommt, etwa Kolbenböden und Lager; es hält Rußpartikel und Abrieb in Schwebe und transportiert sie zum Ölfilter; und es dichtet den Spalt zwischen Kolbenring und Zylinderwand ab, wovon Kompression und Ölverbrauch abhängen. Deshalb altert Öl auch dann, wenn das Fahrzeug wenig läuft. Kraftstoff und Kondenswasser gelangen bei jedem Kaltstart ins Öl, Additive verbrauchen sich, und die Viskosität verändert sich unter Scherung. Ein Öl, das seine Aufgaben nicht mehr erfüllt, macht sich selten sofort bemerkbar - es zeigt sich später als steigender Verbrauch, lauter Motorlauf oder verschlissene Nockenwellen und Kettenspanner.

Wie oft muss das Motoröl gewechselt werden?

Für das Intervall gibt es zwei Systeme. Beim festen Intervall gilt die Angabe aus der Betriebsanleitung, meist eine Kilometergrenze und 12 Monate - was zuerst eintritt. Das flexible Longlife-Intervall berechnet das Fahrzeug selbst aus Fahrprofil, Ölmenge und Temperatur, setzt aber ein dafür freigegebenes Öl voraus. Die 12 Monate werden am häufigsten übersehen: ein Fahrzeug mit 6 000 Kilometern im Jahr braucht denselben Wechsel wie eines mit 15 000, weil Kondenswasser und Kraftstoffeintrag zeitabhängig sind. Wer überwiegend Kurzstrecke fährt, sollte in beiden Systemen früher wechseln. Zum Wechsel gehören ein neuer Ölfilter und ein neuer Dichtring der Ablassschraube. Füllen Sie etwa einen halben Liter unter der Nennmenge ein, lassen Sie den Motor kurz laufen und setzen Sie am Peilstab nach - der Filter zieht sich voll, und der Stand fällt nach der ersten Fahrt noch einmal.

Welche Motoröltypen gibt es?

Nach Basisöl unterscheidet man vollsynthetische, teilsynthetische und mineralische Öle. Vollsynthetische werden gezielt aufgebaut statt nur raffiniert: sie bleiben bei Kälte fließfähig, sind bei Hitze scherstabil und altern langsamer - alle Longlife-Freigaben und alle aschearmen Öle gehören hierher. Teilsynthetische sind der Kompromiss für ältere Motoren, mineralische Einbereichsöle heute ein Fall für Oldtimer und Gartengeräte. Nach Viskosität gibt die SAE-Klasse an, wie dünnflüssig das Öl beim Kaltstart und wie tragfähig es bei 100 °C ist: 5W-30 ist die häufigste Klasse für Pkw ab etwa Baujahr 2000, 5W-40 deckt höhere thermische Belastung ab, 10W-40 ältere Motoren mit hoher Laufleistung, 0W-20 moderne Hybride. Die dritte, oft übersehene Unterscheidung ist der Aschegehalt. Fahrzeuge mit Partikelfilter brauchen Low-SAPS-Öl (ACEA C3 und verwandte Klassen); ein klassisches A3/B4-Öl derselben Viskosität setzt den Filter zu.

Wie wählt man das richtige Motoröl?

In dieser Reihenfolge: erst die Freigabe, dann die Viskosität, dann der Preis. Die Freigabe steht in der Betriebsanleitung und muss auf dem Gebinde wiederzufinden sein - steht dort nur "entspricht" oder "erfüllt die Anforderungen von", hat der Ölhersteller die Eignung selbst erklärt und nicht der Fahrzeughersteller geprüft. Am schnellsten geht es über den Ölfinder: Marke, Modell und Motorisierung auswählen, und Sie sehen nur die Öle, die für genau diesen Motor freigegeben sind. Kennen Sie Ihre Freigabe schon, filtern Sie direkt danach - etwa VW 504 00/507 00 oder BMW Longlife-04. Die Marke entscheidet erst danach, und zwar über den Preis und die Gebindegröße. Ein günstigeres Öl mit der richtigen Freigabe ist dem teureren ohne sie immer vorzuziehen.

Motoröl und Umweltschutz: Was beachten?

Altöl ist gefährlicher Abfall. Es darf nicht in den Hausmüll, nicht in die Kanalisation und nicht in die Umwelt gelangen, und es darf nicht mit anderen Stoffen vermischt werden - vermischtes Altöl ist teurer zu entsorgen und fällt aus der kostenlosen Rücknahme heraus. Die bei uns gekaufte Menge Motoren- und Getriebeöl nehmen wir kostenlos zurück, inklusive Ölfilter und der beim Wechsel anfallenden ölhaltigen Abfälle. Die Einzelheiten stehen unter Altölentsorgung; das ist keine Kulanz, sondern die Pflicht jedes Händlers nach § 8 der Altölverordnung. Zwei Dinge helfen der Umwelt mehr als jedes Etikett: das richtige Öl und der passende Zeitpunkt. Ein freigegebenes Longlife-Öl im dafür ausgelegten Motor bedeutet weniger Ölwechsel über die Fahrzeuglebensdauer, und ein intakter Partikelfilter bleibt nur mit aschearmem Öl intakt - beides spart Material, nicht nur Geld.