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Hydrauliköl kaufen
Bei Hydrauliköl entscheiden zwei Angaben, und die Marke kommt erst danach: die **Kennzeichnung nach DIN 51524** (HL, HLP, HVLP) und die **ISO-VG-Klasse** (22, 32, 46, 68). Beides steht in der Anlagendokumentation - eine falsche Viskosität bringt Pumpe und Ventile eher zum Ausfall als ein günstigeres Öl der richtigen Klasse.
- **HLP** ist der Normalfall: mit Verschleißschutz- und Korrosionsadditiven
- **HVLP** hat zusätzlich ein verbessertes Viskositäts-Temperatur-Verhalten für Anlagen im Freien
- **ISO VG 32 / 46 / 68** - die Kennzahl ist die Viskosität bei 40 °C
- Gebinde von Kanister bis Fass, größere Mengen auf Anfrage
HL, HLP, HVLP: was die Buchstaben bedeuten
**HL** enthält Alterungs- und Korrosionsschutz. **HLP** hat zusätzlich Verschleißschutzadditive und ist die Standardanforderung praktisch aller Zahnrad-, Flügelzellen- und Kolbenpumpen. **HVLP** ist ein HLP mit hohem Viskositätsindex: seine Viskosität ändert sich über den Temperaturbereich weniger stark.
Das ist der entscheidende Unterschied zwischen stationärer und mobiler Hydraulik. Eine Anlage in der Halle arbeitet in einem engen Temperaturfenster, für sie genügt HLP. Ein Bagger, ein Kran oder ein Traktor startet morgens bei Frost und läuft nachmittags mit 70 °C Öltemperatur - dort verhindert HVLP, dass das Öl kalt zu zäh und heiß zu dünn wird.
Die ISO-VG-Klasse richtig wählen
Die Zahl ist die kinematische Viskosität bei 40 °C: VG 32 ist dünner, VG 68 dicker. Sie folgt der Anlagenkonstruktion und nicht dem Gefühl.
- **zu dünn**: die Pumpe verliert Volumenstrom über innere Leckage, Wirkungsgrad und Druck fallen, der Verschleiß steigt
- **zu dick**: die Anlage baut kalt keinen Druck auf, die Pumpe kavitiert, das Öl schäumt und erwärmt sich zusätzlich
Die Anlagendokumentation nennt in der Regel eine Klasse plus die zulässige Bandbreite über die Öltemperatur. Bei Umbauten oder Anbaugeräten lohnt die Rückfrage beim Hersteller, statt die Klasse nach dem zu wählen, was gerade im Regal steht.
Sauberkeit ist hier die halbe Standzeit
Hydraulik fällt selten wegen des Öls aus, sondern wegen Partikeln im Öl. Servoventile arbeiten mit Spalten in der Größe weniger Mikrometer; was dort ankommt, entscheidet über die Lebensdauer der teuren Bauteile. Praktisch heißt das: nur aus sauberen Gebinden umfüllen, Trichter und Kanister nicht für verschiedene Flüssigkeiten verwenden, Filter nach Vorgabe wechseln und den Tankdeckel nicht offen stehen lassen.
Dieselbe Sorgfalt gilt für Wasser: schon geringe Mengen im Öl setzen den Verschleißschutz außer Kraft und lassen Innenflächen korrodieren. Ein milchig gewordenes Hydrauliköl gehört gewechselt und nicht beobachtet.
Wechsel und Gebinde
Anlagen mit Betriebsstundenzähler folgen dessen Vorgabe, mobile Maschinen typischerweise jährlich oder nach Saison. Nach einem Bauteilschaden wird gespült, nicht nur abgelassen: Späne aus einer defekten Pumpe zerstören die neue.
Wir führen die gängigen Klassen im Kanister und im Fass. Für Fuhrpark, Landwirtschaft und Industrie mit regelmäßigem Bedarf machen wir Angebote auf Anfrage; Altöl nehmen wir in der gekauften Menge zurück (Altölentsorgung).
Häufige Fragen
Welche ISO-VG-Klasse brauche ich?
Die aus der Anlagendokumentation. VG 32 ist dünner, VG 68 dicker; die Zahl ist die Viskosität bei 40 °C. Zu dünn kostet Druck und Wirkungsgrad, zu dick verhindert den Druckaufbau bei Kälte und lässt die Pumpe kavitieren.
Was ist der Unterschied zwischen HLP und HVLP?
HVLP hat einen höheren Viskositätsindex, seine Viskosität ändert sich über die Temperatur also weniger. Für stationäre Anlagen in gleichmäßiger Umgebung genügt HLP, für mobile Maschinen im Freien ist HVLP die richtige Wahl.
Kann ich Motoröl als Hydrauliköl verwenden?
Nur wenn der Anlagenhersteller es ausdrücklich zulässt, was bei manchen älteren Landmaschinen vorkommt. Motoröl hat ein anderes Additivpaket, neigt in Hydraulikkreisen stärker zum Schäumen und trennt Wasser schlechter ab.
Wie oft wird Hydrauliköl gewechselt?
Nach Betriebsstunden gemäß Anlagendokumentation, bei mobilen Maschinen häufig jährlich oder nach Saison. Nach einem Pumpen- oder Ventilschaden wird das System gespült, nicht nur abgelassen.
Darf man Hydrauliköle mischen?
Innerhalb derselben Kennzeichnung und ISO-VG-Klasse ist Nachfüllen unkritisch. Verschiedene Klassen zu mischen verschiebt die Viskosität in einen Bereich, für den die Anlage nicht ausgelegt ist - und HLP mit HVLP zu mischen hebt den Vorteil des HVLP auf.











