Motoröl kaufen

Motoröl für Pkw, Lkw, Transporter, Motorrad und 4-Takt-Motoren, für Diesel und Benziner, vollsynthetisch bis mineralisch. Entscheidend ist nicht der Preis pro Liter, sondern die Freigabe: Wählen Sie im Ölfinder Ihr Fahrzeug, dann sehen Sie nur die Öle, die Ihr Hersteller für diesen Motor vorschreibt.

Welches Motoröl passt zu meinem Auto?

Maßgeblich ist immer die Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs, und zwar in zwei Angaben: die Viskosität (zum Beispiel 5W-30) und die Freigabe oder Spezifikation (zum Beispiel VW 504 00, MB-Approval 229.52 oder ACEA C3). Die Viskosität allein genügt nicht - zwei Öle mit identischem 5W-30 auf dem Etikett können völlig unterschiedliche Additivpakete haben, und nur eines davon passt zu Ihrem Motor.

Am schnellsten kommen Sie über den Ölfinder zum richtigen Produkt: Marke, Modell, Motorisierung auswählen, und Sie sehen die Öle, die für genau diese Motorisierung freigegeben sind - inklusive Füllmenge, wo die Daten vorliegen. Wenn Sie die Angaben Ihres Herstellers bereits kennen, filtern Sie direkt nach Viskosität oder Freigabe.

Was 5W-30 bedeutet

Die SAE-Klasse beschreibt, wie dünnflüssig das Öl bei Kälte und wie tragfähig es bei Betriebstemperatur ist. Die Zahl vor dem W (für Winter) steht für das Kaltstartverhalten: Je kleiner sie ist, desto schneller ist das Öl nach dem Start an allen Schmierstellen - und genau beim Kaltstart entsteht der größte Teil des Motorverschleißes. Die Zahl nach dem W beschreibt die Viskosität bei 100 °C, also den Schmierfilm unter Last.

Ein 0W-30 und ein 5W-30 verhalten sich im warmen Motor sehr ähnlich; der Unterschied liegt im Winter. Ein 10W-40 dagegen ist bei Betriebstemperatur deutlich dickflüssiger als ein 5W-30 - das ist bei einem älteren Motor gewollt und bei einem modernen Motor mit engen Ölkanälen und variabler Ventilsteuerung falsch.

Diese Klassen führen wir für Motoröl:

  • 0W-20 und 0W-30 - moderne Benziner, Hybride, Fahrzeuge mit Longlife-Intervall
  • 0W-40 - leistungsstarke Benziner, ganzjährig belastbar
  • 5W-30 - die häufigste Klasse für Pkw ab etwa Baujahr 2000
  • 5W-40 - Diesel und Benziner mit höherer thermischer Belastung
  • 10W-40 - ältere Fahrzeuge, hohe Laufleistung
  • 15W-40 - Nutzfahrzeuge, Landmaschinen, Mehrbereichsöl für Flotten
  • 20W-50 - Oldtimer und Motoren mit großen Lagerspielen
  • 10W-60 - hochdrehende Sportmotoren

Herstellerfreigaben und Spezifikationen

Eine Freigabe bedeutet, dass der Fahrzeughersteller dieses konkrete Öl geprüft und zugelassen hat. Steht auf dem Etikett dagegen nur "entspricht" oder "erfüllt die Anforderungen von", hat der Ölhersteller die Eignung selbst erklärt. Für ein Fahrzeug in der Garantiezeit ist dieser Unterschied wichtig, für einen Motor mit Partikelfilter ebenfalls: Ein Öl mit zu hohem Aschegehalt setzt den Filter zu.

Nach diesen Freigaben und Spezifikationen können Sie direkt filtern:

Fehlt Ihre Freigabe in der Liste, führt der Ölfinder über das Fahrzeug zum Ergebnis - die Zuordnung dort läuft über die Herstellervorgaben, nicht über den Produktnamen.

Vollsynthetisch, teilsynthetisch oder mineralisch

Vollsynthetische Öle werden gezielt aufgebaut statt nur raffiniert. Sie bleiben bei Kälte fließfähig, sind bei Hitze scherstabil und altern langsamer - deshalb sind alle langen Wechselintervalle und alle Low-SAPS-Freigaben vollsynthetisch. Teilsynthetische Öle sind ein Kompromiss für ältere Motoren ohne besondere Freigabe. Mineralische Einbereichsöle sind heute ein Fall für Oldtimer, Gartengeräte und historische Getriebe.

Der praktische Punkt: Ein modernes Fahrzeug wird durch ein mineralisches Öl nicht billiger gewartet, sondern früher teuer. Umgekehrt braucht ein 30 Jahre alter Motor kein 0W-20.

Diesel, Benziner, Hybrid, Gas

Die Trennung nach Kraftstoff ist gröber, als viele Suchergebnisse vermuten lassen: Die meisten aktuellen 5W-30 mit ACEA C3 sind für Diesel und Benziner freigegeben. Entscheidend sind die Anbauteile. Fahrzeuge mit Dieselpartikelfilter oder Ottopartikelfilter brauchen Low-SAPS-Öl (ACEA C-Klassen). Hybride und Motoren mit Start-Stopp-Automatik profitieren von dünnen Klassen wie 0W-20, weil der Motor häufig kalt anläuft. Fahrzeuge mit LPG- oder CNG-Anlage brauchen ein Öl, das für Gasbetrieb ausdrücklich freigegeben ist - hier ist die Ventilsitzbelastung höher.

Ölwechsel: Intervall, Menge, was dazugehört

Zum Intervall gibt es zwei Systeme. Das feste Intervall steht in der Betriebsanleitung, meist 12 Monate oder eine Kilometergrenze, je nachdem was zuerst eintritt. Das flexible Longlife-Intervall berechnet das Fahrzeug selbst aus Fahrprofil, Ölmenge und Betriebstemperatur - es setzt aber ein Longlife-freigegebenes Öl voraus. Wer viel Kurzstrecke fährt, sollte in beiden Fällen früher wechseln: Kondenswasser und Kraftstoffeintrag im Öl sind bei kalten Motoren das eigentliche Problem, nicht die Kilometerleistung.

Die Füllmenge liegt bei Pkw meist zwischen 3,5 und 7 Litern. Kaufen Sie eher etwas mehr als exakt die Nennmenge: Nach dem Wechsel bleibt ein Rest zum Nachfüllen, und die Nennmenge in Datenblättern gilt oft ohne Filterwechsel. Zum Ölwechsel gehören außerdem ein neuer Ölfilter und ein neuer Dichtring der Ablassschraube.

Öl nachfüllen und mischen

Zwischen zwei Wechseln nachfüllen ist normal, ein hoher Verbrauch dagegen nicht. Am besten füllen Sie exakt das gleiche Produkt nach. Ist das unterwegs nicht möglich, ist ein Öl mit derselben Freigabe die richtige Wahl - lieber ein passendes 5W-40 nachfüllen als mit zu wenig Öl weiterfahren. Dauerhaft sollten Sie Klassen und Freigaben aber nicht mischen: Die Additivpakete sind aufeinander abgestimmt, und ein Öl ohne Low-SAPS-Freigabe im Partikelfilter-Fahrzeug bleibt auch als Beimischung schädlich.

Gebinde von 1 Liter bis 1000 Liter

Zum Nachfüllen genügt die 1-Liter-Flasche im Kofferraum. Für den kompletten Ölwechsel ist das 5-Liter-Gebinde die übliche Größe, bei mehreren Fahrzeugen oder größeren Motoren lohnt sich der 20-Liter-Kanister. Für Werkstätten, Fuhrparks und Landwirtschaft liefern wir Fässer mit 208 Litern und IBC-Container mit 1000 Litern.

Marken in unserem Sortiment

Wir führen Aral, Castrol, Shell, Mobil, Total, Elf, Q8, Petronas, Liqui Moly, Motul, Fuchs, Wolf, Mannol und Lukoil, dazu Originalöle in Herstellerabfüllung. Für dieselbe Freigabe gibt es fast immer mehrere Produkte in verschiedenen Preislagen - die Freigabe entscheidet über die Eignung, die Marke über den Preis.

Für Privat- und Geschäftskunden

Privatkunden bestellen wie in jedem Shop, mit Preisen inklusive Mehrwertsteuer. Werkstätten, Fuhrparks, Landwirtschaft und Industrie können zusätzlich Staffelpreise, Großgebinde und Angebote für regelmäßigen Bedarf anfragen - schreiben Sie uns, wenn Sie eine Position in größerer Menge oder ein Produkt brauchen, das nicht im Shop steht. Lieferzeiten und Zahlungsarten stehen unter Versand & Zahlung.

Häufige Fragen

Welches Motoröl braucht mein Auto?

Das Öl, das die Betriebsanleitung Ihres Fahrzeugs mit Viskosität und Freigabe nennt, zum Beispiel 5W-30 mit VW 504 00. Wenn Sie die Angabe nicht zur Hand haben, wählen Sie Ihr Fahrzeug im Ölfinder - dort sind die Öle nach den Vorgaben des Herstellers für die jeweilige Motorisierung zugeordnet.

Was bedeutet 5W-30 auf dem Etikett?

5W beschreibt das Kaltstartverhalten (kleinere Zahl = bei Kälte dünnflüssiger und schneller an der Schmierstelle), 30 die Viskosität bei 100 °C, also den Schmierfilm im warmen Motor. Beide Werte müssen zu Ihrem Motor passen; die Freigabe entscheidet zusätzlich über das Additivpaket.

Kann man 5W-30 und 5W-40 mischen?

Kurzfristig ja: Wenn der Ölstand unterwegs zu niedrig ist, ist Nachfüllen mit einer anderen Klasse deutlich besser als Weiterfahren mit zu wenig Öl. Als Dauerlösung nein - mischen Sie nicht über verschiedene Freigaben hinweg, und füllen Sie in ein Fahrzeug mit Partikelfilter nie ein Öl ohne Low-SAPS-Freigabe (ACEA C-Klasse) nach.

Wie oft muss das Motoröl gewechselt werden?

Nach Herstellervorgabe: entweder nach festem Intervall (meist 12 Monate oder eine Kilometergrenze, je nachdem was zuerst erreicht wird) oder nach der Longlife-Anzeige des Fahrzeugs, die ein Longlife-freigegebenes Öl voraussetzt. Bei überwiegend Kurzstrecke sollten Sie früher wechseln, weil Kondenswasser und Kraftstoff im Öl das Öl schneller altern lassen als Kilometer.

Wie viel Motoröl brauche ich für einen Ölwechsel?

Bei Pkw meist 3,5 bis 7 Liter, abhängig vom Motor. Rechnen Sie etwas Reserve ein: Die Nennmenge in Datenblättern gilt häufig ohne Filterwechsel, und ein Rest im Gebinde ist praktisch zum Nachfüllen. Für viele Motorisierungen zeigt der Ölfinder die Füllmenge direkt an.

Was ist der Unterschied zwischen Freigabe und Spezifikation?

Eine Freigabe (zum Beispiel MB-Approval 229.51 oder BMW Longlife-04) hat der Fahrzeughersteller für dieses konkrete Produkt erteilt. Eine Spezifikation wie ACEA C3 oder API SP ist eine Leistungsklasse, die der Ölhersteller selbst bestätigt. Verlangt Ihr Hersteller eine Freigabe, sollte diese auf dem Gebinde stehen und nicht nur "entspricht".

Ist teures Motoröl besser?

Nicht automatisch. Ausschlaggebend ist, ob das Öl die geforderte Freigabe trägt. Innerhalb derselben Freigabe unterscheiden sich Produkte vor allem über Marke, Gebindegröße und Reserven bei extremer Belastung - ein günstigeres Öl mit passender Freigabe ist dem teureren ohne Freigabe immer vorzuziehen.

Was ist Longlife-Öl?

Öl, das für die verlängerten, vom Fahrzeug berechneten Wechselintervalle freigegeben ist (zum Beispiel VW 504 00/507 00 oder BMW Longlife-04). Es ist vollsynthetisch und alterungsstabiler. Umgekehrt gilt: Ohne Longlife-freigegebenes Öl darf das flexible Intervall nicht genutzt werden.

Wohin mit dem Altöl?

Die bei uns gekaufte Menge Motoren- und Getriebeöl nehmen wir als Altöl kostenlos zurück, inklusive Ölfilter und der beim Wechsel anfallenden ölhaltigen Abfälle. Die Einzelheiten zu Annahmestelle und Versand stehen unter Altölentsorgung. Altöl darf nicht in den Hausmüll oder in die Kanalisation und nicht mit anderen Stoffen vermischt werden.

Kaufen auch Werkstätten und Fuhrparks bei KASOIL?

Ja. Neben dem normalen Shop-Einkauf liefern wir Großgebinde bis 1000 Liter und machen Angebote für regelmäßigen Bedarf; für Positionen außerhalb des Shop-Sortiments genügt eine Anfrage. Lieferzeiten und Zahlungsarten finden Sie unter Versand & Zahlung.