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Motoröl 5W-40 kaufen
5W-40 ist die Klasse für Motoren, die thermisch gefordert werden: Turbodiesel, aufgeladene Benziner, Fahrzeuge mit Anhängerbetrieb und alles, was viel Volllast sieht. Gleicher Kaltstart wie ein 5W-30, aber deutlich mehr Schmierfilm bei Betriebstemperatur. Welche Freigabe Ihr Motor braucht, zeigt der Ölfinder.
Wann 5W-40 die richtige Wahl ist
Der Unterschied zu 5W-30 liegt allein im warmen Motor: bei 100 °C ist ein 40er merklich tragfähiger. Das zählt, wenn Öltemperaturen dauerhaft hoch liegen - Turbolader, Anhänger, Bergstrecken, Autobahn bei Vollgas, Sommer im Stau.
Typische Fahrzeuge:
- Turbodiesel europäischer Bauart, insbesondere ältere TDI und CDI ohne Longlife-Vorgabe
- aufgeladene Benziner mit ACEA A3/B4 in der Betriebsanleitung
- Fahrzeuge mit hoher Laufleistung, die mit einem 30er messbar Öl verbrauchen
- Transporter und leichte Nutzfahrzeuge im Dauereinsatz
Nicht geeignet ist 5W-40 dort, wo der Hersteller ausdrücklich ein dünneres Öl mit niedriger HTHS-Viskosität verlangt: moderne Longlife-Fahrzeuge, Hybride und alles, was auf 0W-20 spezifiziert ist.
A3/B4 oder C3 - zwei ganz verschiedene 5W-40
Diese Unterscheidung ist der häufigste Fehler beim Kauf eines 5W-40.
**ACEA A3/B4** ist das klassische Hochleistungsöl ohne Begrenzung des Aschegehalts. Es hat die höchsten Reserven, gehört aber nicht in ein Fahrzeug mit Dieselpartikelfilter oder Ottopartikelfilter.
**ACEA C3** ist die Low-SAPS-Variante: reduzierter Asche-, Phosphor- und Schwefelgehalt, damit der Filter nicht zusetzt. Es gibt sie ebenfalls in 5W-40.
Beide stehen mit derselben Viskosität auf dem Etikett und sind trotzdem nicht austauschbar. Hat Ihr Fahrzeug einen Partikelfilter, führt der Weg über die C-Klasse oder eine Herstellerfreigabe, die sie einschließt.
Übliche Freigaben bei 5W-40
- MB-Approval 229.5 - Mercedes-Benz ohne Partikelfilter, hohe Leistungsreserven
- MB-Approval 229.51 - Mercedes-Benz mit Partikelfilter, Low SAPS
- VW 502 00 und 505 01 - Benziner beziehungsweise Pumpe-Düse-Diesel des VW-Konzerns
- BMW Longlife-04 - BMW und Mini
- Porsche A40 - freigegebene Öle für die meisten Porsche-Modelle
Fehlt Ihre Freigabe hier, entscheidet die Betriebsanleitung oder der Ölfinder - nicht die Ähnlichkeit der Zahlen.
Vollsynthetisch, und was das im Alltag bringt
5W-40 gibt es praktisch nur vollsynthetisch. Der Grund ist die Scherstabilität: ein Öl, das bei Kälte wie ein 5er und bei Hitze wie ein 40er wirken soll, muss seine Viskosität über das ganze Intervall halten. Teilsynthetische Öle verlieren sie schneller, was sich als steigender Ölverbrauch und lauterer Motorlauf zeigt.
Der Filterwechsel gehört dazu: ein 5W-40 arbeitet unter höherer thermischer Last, und ein zugesetzter Ölfilter öffnet irgendwann das Umgehungsventil - dann läuft ungefiltertes Öl durch den Motor.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen 5W-30 und 5W-40?
Der Kaltstart ist gleich, die Hochtemperatur-Viskosität nicht: 5W-40 baut bei Betriebstemperatur einen dickeren Schmierfilm auf. Das hilft thermisch belasteten und älteren Motoren, kostet aber etwas mehr innere Reibung. Welche Klasse zulässig ist, steht in der Betriebsanleitung.
Darf ich 5W-40 in ein Fahrzeug mit Partikelfilter füllen?
Nur ein 5W-40 mit Low-SAPS-Freigabe, also ACEA C3 oder eine Herstellerfreigabe wie MB-Approval 229.51. Ein klassisches A3/B4-Öl derselben Viskosität setzt den Filter mit Asche zu.
Hilft 5W-40 gegen hohen Ölverbrauch?
Bei einem Motor mit größeren Lagerspielen kann der dickere Schmierfilm den Verbrauch senken - das ist ein bekannter Effekt, aber keine Reparatur. Und die Klasse zu wechseln ist nur zulässig, wenn der Hersteller sie freigibt; sonst behandeln Sie ein Symptom und schaffen ein neues Problem.
Ist 5W-40 für den Winter geeignet?
Ja. Die 5 vor dem W beschreibt genau das Kaltverhalten und deckt deutsche Winter ab. Nur bei extremer Kälte und überwiegend Kurzstrecke bringt ein 0W-Öl noch einen messbaren Vorteil beim Start.











