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Motoröl mit ACEA C3
ACEA C3 ist die Leistungsklasse für Fahrzeuge mit Dieselpartikelfilter oder Ottopartikelfilter: reduzierter Asche-, Phosphor- und Schwefelgehalt, damit der Filter nicht zusetzt, und trotzdem ein tragfähiger Schmierfilm bei Hitze. Verlangt Ihr Hersteller eine eigene Freigabe, hat sie meist C3 als Grundlage - prüfen Sie es im Ölfinder.
Was C3 von C2 und von A3/B4 unterscheidet
Die C-Klassen der ACEA sind die aschearmen ("Low SAPS"): Sulfatasche, Phosphor und Schwefel sind begrenzt, weil diese Bestandteile sich im Partikelfilter ablagern und ihn irreversibel zusetzen.
Innerhalb der C-Klassen unterscheidet vor allem die Hochtemperatur-Viskosität unter Scherung:
- **C3** behält einen kräftigen Schmierfilm bei hoher Temperatur - die verbreitetste Klasse für europäische Fahrzeuge mit Filter
- **C2** ist auf niedrigere Reibung ausgelegt und findet sich vor allem bei französischen Herstellern
- **C5** geht in der Viskosität noch weiter herunter, für moderne Motoren, die ausdrücklich darauf spezifiziert sind
**ACEA A3/B4** dagegen ist die klassische Hochleistungsklasse ohne Aschebegrenzung. Es kann dieselbe Viskosität haben - ein 5W-40 A3/B4 und ein 5W-40 C3 stehen beide als "5W-40" im Regal - und gehört trotzdem nicht in ein Fahrzeug mit Filter. Diese Verwechslung ist der häufigste Ölfehler an modernen Dieseln.
Welche Herstellerfreigaben auf C3 aufsetzen
C3 ist oft die Grundlage, aber nicht der Ersatz für eine OEM-Freigabe. Verlangt Ihr Fahrzeug eine Nummer, muss die Nummer auf dem Gebinde stehen:
- MB-Approval 229.51 und 229.52 - Mercedes-Benz mit Partikelfilter
- BMW Longlife-04 - BMW und Mini
- VW 504 00/507 00 - Longlife im VW-Konzern
- dexos2 - Opel und weitere Marken des ehemaligen GM-Konzerns
- Ford WSS-M2C917-A, PSA B71 2290 und weitere markenspezifische Vorgaben
Nur wenn die Betriebsanleitung keine eigene Nummer nennt, sondern eine ACEA-Klasse, ist C3 selbst die Vorgabe.
Viskositäten, in denen es C3 gibt
Üblich sind 0W-30, 5W-30 und 5W-40, seltener 0W-40. Die Klasse sagt nichts über die Viskosität - Sie brauchen beides: die von Ihrem Hersteller vorgeschriebene Viskosität **und** C3 beziehungsweise die passende OEM-Freigabe.
Warum Aschegehalt Geld ist
Ein Dieselpartikelfilter sammelt Ruß, der bei der Regeneration verbrannt wird - Asche aus dem Öl bleibt dagegen dauerhaft zurück. Ist er voll, hilft keine Regeneration mehr, und Austausch oder Reinigung kosten ein Vielfaches jeder Ölfüllung. Mit einem falschen Öl lässt sich diese Lebensdauer um Jahre verkürzen, ohne dass unterwegs etwas auffällt.
Praktischer Nebeneffekt: das Datum des Wechsels notieren, nicht nur den Kilometerstand. Ein Fahrzeug mit Filter und wenig Fahrleistung erreicht die Zeitgrenze fast immer vor der Kilometergrenze.
Häufige Fragen
Was bedeutet Low SAPS?
SAPS steht für Sulphated Ash, Phosphorus, Sulphur - Sulfatasche, Phosphor und Schwefel. Low SAPS heißt: diese Bestandteile sind begrenzt, damit sie sich nicht im Partikelfilter oder auf dem Katalysator ablagern. Die ACEA-C-Klassen, darunter C3, sind die aschearmen Klassen.
Ist ACEA C3 besser als A3/B4?
Nicht besser, sondern für andere Fahrzeuge. A3/B4 hat höhere Additivgehalte und damit Reserven, verträgt sich aber nicht mit einem Partikelfilter. C3 ist die richtige Wahl, sobald ein Filter im Abgasstrang sitzt - und bei praktisch jedem Diesel ab Euro 5 sowie vielen Benzinern ab Euro 6d ist das der Fall.
Reicht C3, wenn mein Hersteller VW 507 00 verlangt?
Nein. C3 ist eine Leistungsklasse, VW 507 00 eine Zulassung für dieses konkrete Öl. Verlangt die Betriebsanleitung eine OEM-Nummer, muss sie auf dem Gebinde stehen - "erfüllt ACEA C3" ersetzt sie nicht.
Kann ich C3 in ein Fahrzeug ohne Partikelfilter füllen?
Technisch ja, solange die Viskosität und eine gegebenenfalls verlangte OEM-Freigabe passen. Nachteil hat man dadurch keinen; ältere Motoren, die auf A3/B4 spezifiziert sind, profitieren aber von deren höheren Additivreserven.
Woran erkenne ich, ob mein Auto einen Partikelfilter hat?
Bei Dieseln praktisch immer ab Euro 5 (etwa ab 2009/2011), bei Benzinern mit Direkteinspritzung häufig ab Euro 6d (etwa ab 2018). Im Zweifel gibt der Ölfinder über die Motorisierung die freigegebenen Öle aus - dann müssen Sie die Frage nicht selbst entscheiden.











