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- ViskositätSpezifikationen
Getriebeöl mit API GL-4
API GL-4 ist die Klasse für Schaltgetriebe mit Synchronringen aus Messing oder Bronze: genug Hochdruckadditiv für die Zahnflanken, wenig genug, um die Buntmetalle nicht anzugreifen. Verlangt Ihre Wartungsvorschrift GL-4, ist ein reines GL-5 kein Ersatz.
Warum GL-5 im Synchrongetriebe schadet
Beide Klassen enthalten schwefelhaltige Hochdruckadditive, GL-5 in erheblich höherer Konzentration, weil Hypoidverzahnungen im Achsantrieb unter viel größerem Flächendruck arbeiten. Diese Additive wirken chemisch, nicht mechanisch: sie bilden auf der Metalloberfläche eine Reaktionsschicht, die das Fressen verhindert.
An Stahl ist das erwünscht. An den Buntmetall-Synchronringen eines Schaltgetriebes greift dieselbe Chemie das Material an. Der Verschleiß ist schleichend und zeigt sich als Kratzen beim schnellen Schalten oder als hakender zweiter Gang im kalten Zustand - zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Ursache nicht mehr zurücknehmen lässt.
GL-4/GL-5: die geprüfte Doppelfreigabe
Öle mit beiden Klassen auf dem Gebinde sind ausdrücklich auf Buntmetallverträglichkeit geprüft und dürfen in beiden Einbauorten verwendet werden. Das ist etwas anderes als ein reines GL-5, das "auch ins Getriebe" gefüllt wird - der Unterschied steht auf dem Etikett und nicht in der Viskosität.
Viskosität wählen Sie unabhängig davon
GL-4 gibt es als 75W-80, 75W-85 und 75W-90. Moderne Getriebe stehen häufiger auf den dünneren Klassen, weil das Kaltschaltverhalten das ist, was der Fahrer merkt. Die Klasse sagt nichts über die Viskosität, und die Viskosität nichts über die Klasse: Sie brauchen beide Angaben aus der Wartungsvorschrift.
Häufige Fragen
Kann ich GL-5 verwenden, wenn GL-4 verlangt ist?
Nur wenn das Gebinde ausdrücklich GL-4/GL-5 trägt. Ein reines GL-5 greift die Synchronringe aus Buntmetall über die Laufzeit an; der Schaden zeigt sich als kratzendes Schalten und ist nicht umkehrbar.
Ist GL-5 die bessere Klasse?
Nein, die andere. GL-5 ist für Hypoidachsen mit höherem Flächendruck gedacht, GL-4 für Synchrongetriebe. Höhere Zahl bedeutet hier nicht höhere Güte, sondern anderen Einbauort.
Woher weiß ich, welche Klasse mein Getriebe braucht?
Aus der Wartungsvorschrift: dort steht die API-Klasse und oft zusätzlich eine markeneigene Freigabenummer, die auf dem Gebinde wiederzufinden sein muss. Für Achsantriebe ist GL-5 der Normalfall, für Schaltgetriebe GL-4.











